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Archiv :: Pressemitteilung :: 11.02.2010
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PROGRESS-Haushalt: Mikrofinanz-Instrument zu Lasten des EU-Armutsprogramms


Zur heutigen Abstimmung des Europäischen Parlaments über die Reduzierung des PROGRESS-Haushalts zugunsten eines neuen EU-Finanzinstruments für Mikrokredite, erklärt die grüne Abgeordnete Elisabeth Schroedter, Vizepräsidentin des Ausschusses für Beschäftigung und Soziale Angelegenheiten:

 

"Ich finde es unverantwortlich, das Europäische Armutsprogramm PROGRESS zu beschneiden, um ein neues Instrument für Mikrokredite zu finanzieren. Gerade im Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung ist dies ein falsches Signal. Zwar ist es richtig, dass Mikrokredite in der Krise für sonst nicht kreditwürdige Menschen eine Chance sein können. Doch konnten Mikrokredite bisher aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert werden - warum wird dieser Ansatz nicht weiter verfolgt? Stattdessen wird nun medienwirksam und mit hohem bürokratischen Aufwand ein neues Mikrokredit-Instrument eingerichtet, das mit 100 Millionen Euro für vier Jahre ein verschwindend geringes Budget hat. Ich finde es verlogen, dass dieses Geld aus dem Projektfonds der schwächsten Gruppen in der EU genommen wird. Die großen Parteien und Kommissionspräsident Barroso betreiben Augenwischerei, wenn sie den Eindruck erwecken, neue Gelder zum Kampf gegen Armut bereit zu stellen."

 

Das Armutsprogramm PROGRESS fördert EU-weit Nichtregierungsorganisationen, die Projekte im Bereich soziale Eingliederung und Kampf gegen Armut durchführen, wie z.B. das European Anti Poverty Network oder das European Roma Information Office. Für diese Projekte gibt es keine andere EU-Finanzierungsmöglichkeit als PROGRESS.

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