Benutzerspezifische Werkzeuge
Home :: Presse :: Presse zur Arbeitszeitrichtlinie
Pressemitteilung :: 14.12.2012
  Download Artikel senden
Arbeitszeitrichtlinie: Fehlender Arbeitsschutz verschiebt die Kosten auf die Allgemeinheit

Heute wurde das Scheitern der Verhandlungen der europäischen Sozialpartner zur Überarbeitung der EU-Arbeitszeitrichtlinie bekannt gegeben. Dazu sagt die Grüne Europaabgeordnete Elisabeth Schroedter, stellvertretende Vorsitzende des Beschäftigungsausschusses:

"Es überrascht mich nicht, dass die Verhandlungen der Sozialpartner zur EU-Arbeitszeitrichtlinie an der Frage  der Abschaffung des so genannten „Opt-Out“ gescheitert sind. Denn inzwischen haben sich viele Unternehmen damit eingerichtet, dass es zwar eine europäische Arbeitszeitrichtlinie zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz gibt, dass sie aber seit fast 10 Jahren mit dem „Opt-out“ regulär durch individuelle Vertragsverhandlungen und selbst durch Tarifvereinbarungen umgangen werden kann. Es ist jedoch nur ein kurzfristiges und billiges Konzept, Arbeitnehmer/innen statt der zugelassenen durchschnittlichen 48 Stunden, 72 bis 90 Stunden in der Woche arbeiten zu lassen. Das Risiko und die wahren Kosten dafür werden auf die gesamte Gesellschaft umgelegt, beispielsweise auf die Patienten, die von übermüdeten Ärzten operiert werden. Aber auch auf die Rentenkassen, die für frühe Arbeitsunfähigkeit zahlen.

Es ist aus meiner Sicht deshalb eine Milchmädchenrechnung,  wenn man  glaubt , es könnte einen Fortschritt für die Arbeitszeitrichtlinie gegeben, ohne dass das „Opt-Out“ endlich gestrichen wird. In dem Sinn appelliere ich an die Europäische Kommission, nun einen Richtlinienentwurf vorzuschlagen, der dem Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz gerecht wird. Denn die Kommission  ist jetzt am Zug . Sollte sie, wie bereits 2008 ,  mit Taschenspielertricks neue Lücken schaffen wollen, dann  ist es wieder an uns Abgeordneten , alles dafür zu tun,  dass wir eine Arbeitszeitrichtlinie schaffen, die ihre Aufgabe erfüllt. Denn für löchrige Gesetze haben wir von den Wählern und Wähler/innen keinen Auftrag.“

Artikelaktionen

Parlamentarische Tätigkeiten

Vize-Präsidentin

im Ausschuss für Beschäftigung und soziale
Angelegenheiten (EMPL)


Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für
Regionale Entwicklung (REGI)
 und Genderbeauftragte


Stellvertretendes Mitglied im Sonderausschuss für die mittelfristige Finanzplanung in der EU (SURE)


Mitglied in der Delegation für Beziehungen zu Belarus


Mitglied der Delegation der parlamentarischen
Versammlung EURO-NEST


Stellvertretendes Mitglied in der Delegation im
Ausschuss für parlamentarische Kooperation EU-Moldova



 

Presse Fotos

Laden Sie aktuelle Portraitfotos von mir für die redaktionelle Verwendung herunter.

Mehr >>>

 


© Michael Grabscheit /pixelio.de

Presse Infos

Erfahren Sie mehr über mich und meine Arbeit. Lesen Sie meine Kurzbiografie oder sehen Sie alles auf einen Blick. 

Termine

01.07.2014 :: Homepage
Mandatsende
Mein Mandat als Mitglied des Europäischen Parlaments endet. Diese Seite ist noch für einige Zeit als Archiv erreichbar.

Pressefotos

Elisabeth Schroedter
Elisabeth Schroedter
Elisabeth Schroedter
Elisabeth Schroedter
<<<   1/4   >>>